Leinsamen steht bei sehr vielen Menschen derzeit hoch im Kurs. So wird die Saat des Flachs universell verwendet – ob beim gesunden Frühstück oder anderen Speisen, überall wird sie hinzugefügt. Als regionales Superfood werden die Leinsamen inzwischen gehandelt – durch den Ernährungshype der letzten Jahre wird Lein immer häufiger verkauft und eingesetzt. Davon profitieren viele – auch die Umwelt, denn Leinsaat wird, wie erwähnt, im Gegensatz zu Chiasamen meist regional hergestellt. Somit kann, wenn man regional und bio kauft, auf weite Transportwege verzichtet werden.

Was macht Leinsamen aber zu einem Superfood und wie gesund sind sie wirklich? Diesen Fragen und mehr gehen wir im heutigen Blogbeitrag auf den Grund und beantworten sie für dich. Dazu werden wir dir ein paar Tipps geben, wie du Leinsamen in dein Frühstück einbauen kannst.

Superfood Leinsamen – darum sind sie so gesund

In dem kleinen Samen steckt ganz schön viel. So zeigen sie ihre gesunden Eigenschaften auf verschiedenste Weisen: 

Leinsamen unterstützen die Verdauung

Leinsamen werden bereits seit der Steinzeit als Nutzpflanze gezogen und bis heute vor allem für ihre unverdaulichen Bestandteile, die der Verdauung auf die Sprünge helfen, geschätzt. Sie quellen in Verbindung mit Wasser auf und sorgen dafür, dass die Nahrung im Darm keine zu lange Pause macht – so werden auch Giftstoffe schneller aus dem Körper abtransportiert. Eine ähnliche Wirkung hat auch Weizenkleie.

Bei der Einnahme von Leinsamen ist es extrem wichtig, dass man genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Mindestens 1,5l pro Tag, da man ansonsten die gewünschte Wirkung nicht erzielen kann. Im Extremfall kann es sogar passieren, dass die Samen den Darm verkleben. Wer aber genügend trinkt, sollte damit keine Probleme bekommen. Die Wirkung der Leinsamen tritt normalerweise nicht sofort in Kraft. Es dauert 2-3 Tage, bis sich die kleinen Verdauungshelfer bemerkbar machen. 

So gut wirkt Leinsaat auf unseren Körper

Ihre Wirkung entfalten die Samen vor allem in der Schale. Dort kommen etliche Schleimstoffe vor, die sich unter anderem aus den Zuckern Xylose, Galactose und Galacturonsäure zusammensetzen. Außerdem enthalten die Samen viele Ballaststoffe, Eiweiß und fettes Öl. So zählt Leinöl zu jenen pflanzlichen Lebensmitteln, die besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind. 

Die Quellstoffe in den Leinsamen helfen außerdem hervorragend beim Detoxen. Sie binden Giftstoffe und helfen dabei, jene abzubauen. Die ungesättigten Fettsäuren – knapp 30% (prozentuell also mehr als bei Fisch) – sind Entzündungshemmer, haben einen schützenden Effekt auf Herz und Kreislauf und unterstützen die körpereigenen Abwehrzellen. Weiters sind Leinsamen voll mit gesunden Vitaminen, wie zum Beispiel B1, B2, B6 und Vitamin E. Die Lignane, welche in den Samen enthalten sind, schützen obendrein noch den Hormonhaushalt und können sogar krebshemmend wirken.

Helfen Leinsamen beim Abnehmen? 

Leinsaat kann durchaus dabei helfen, das ein oder andere ungeliebte Kilo loszuwerden. Durch die enthaltenen Ballaststoffe und deren Aufquellen im Magen wird Volumen generiert, dass sehr sättigend wirkt. Der Blutzuckerspiegel unterliegt durch den Konsum von Leinsamen aber keinen großen Schwankungen – und das beugt Heißhunger vor. Durch die vielen Eiweiße und ungesättigten Fettsäuren wird außerdem der Muskelaufbau angeregt. Je mehr Muskeln man aufbaut, desto höher ist auch der Grundumsatz deines Körpers – damit verbrennst du automatisch mehr Kalorien.

Zubereitung und Einnahme von Leinsamen – was muss ich beachten?

Rund um die richtige Dosierung und Einnahme Leinsamen ranken sich viele Mythen. Wenn du ein paar Punkte beachtest, kannst du aber nicht viel falsch machen:

Dosierung und Nebenwirkungen von Leinsaat

Gibt es eigentlich auch Nebenwirkungen beim Konsum von Leinsamen? Wichtig ist bei der Einnahme von Leinsamen auf die Dosis zu achten. 3 Mal täglich kann man bis zu 15 Gramm unbedenklich einnehmen. Leinsamen enthalten eine sehr geringe Menge an Blausäure. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Samen davor mit heißem Wasser übergießen. Damit tötet man alle ungewünschten Gifte ab. Bei der gemeinsamen Einnahme von Leinsamen mit Medikamenten sollte man auch vorsichtig sein und einen Abstand von circa 3-4 Stunden einhalten.

3 Tipps für den Verzehr von Leinsamen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Leinsamen einnehmen kann. Darunter sind zum Beispiel: geschrotet, eingeweicht, gequollen, gemahlen, gepresst oder aber auch in Kapselform. Hier unsere Top-3-Empfehlungen:

  1. Am besten ist es die Samen in geschroteter Form zu sich zu nehmen. So können sie ihre Wirkung ideal entfalten.
  2. Direkt danach kommt die eingeweichte Form der Samen. Einfach im Wasserbad stehen lassen und etwas warten – so sind sie direkt servierfertig. 
  3. Unser letzter Tipp: Leinöl! Eignet sich hervorragend für Salatdressing als Ersatz für Olivenöl. Herrlich nussig im Geschmack – erhitzt sollte es jedoch nicht werden.

Leinsamen zum Frühstück? Ein perfektes Match!

Bei uns stehen Leinsamen hoch im Kurs –  vor allem wenn es um Frühstück geht. So eignen sich geschrotete Samen perfekt als Protein-Topping für Müsli oder Porridge. Auch Overnight Oats lassen sich mit den kleinen Verdauungshelfern ideal ergänze, genauso wie Joghurt. Hier kann man der Fantasie freien Lauf lassen und jede erdenkliche Mahlzeit aufpeppen. In eingeweichter Form kann man tolles Brot damit backen oder die Leinsamen als veganen Eiersatz verwenden.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und noch nach dem perfekten Topping für sein oder ihr Lieblingsmüsli sucht, wird bestimmt in unserem Onlineshop fündig.