Adipositas hat sich weltweit zu einer ernstzunehmenden Krankheit entwickelt.

Denn zum ersten Mal überhaupt halten sich Untergewicht und Übergewicht auf der Erde die Waage: 1,1 Milliarden Menschen hungern jeden Tag – 1,1 Milliarden sind übergewichtig und die Zahlen steigen stetig weiter.

Auch in Deutschland sind laut dem Robert Koch-Institut 54% der Bevölkerung von Übergewicht betroffen.​1​

Da die Krankheit vor allem in Industrieländern auftritt, kann man sagen, dass Adipositas sich zu einem weltweiten Luxusproblem entwickelt hat.

Aber was ist Adipositas genau?

Bei Adipositas, auch bekannt unter Fettleibigkeit, handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der es zu einer übermäßigen Bildung von Körperfett kommt.

Man unterscheidet je nach Ausmaß des Übergewichts 3 Grade, die mithilfe des Body Mass Index (BMI) ermittelt und eingeordnet werden. 

Die am häufigsten von Adipositas betroffene Gruppe sind junge Frauen. Zusätzlich beginnt die Krankheit auch zunehmend bereits bei Kindern und Jugendlichen.

Wird nichts gegen das Übergewicht getan, können auf Dauer körperliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus auftreten. 

Erfahre hier alles Wissenswerte über Adipositas und wie du sie mithilfe des BMI Rechners erkennen und einordnen kannst!

Bei welchem BMI beginnt Adipositas?

Bevor wir auf diese Frage eingehen, solltest du wissen: Adipositas ist nicht gleich Adipositas. Denn laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheiden wir je nach Ausprägung drei Adipositas-Grade.

So kann man das Risiko möglicher Folgeerkrankungen besser abschätzen und die Erkrankung einordnen.

Eine Hilfe dazu stellt der Body-Mass-Index, kurz BMI, dar. Zwar kann damit nicht die Verteilung des Körperfetts bestimmt werden, allerdings bietet die Kennzahl eine grobe Einschätzung, ob man sich im Bereich des Normalgewichts bewegt oder ob das Risiko für ein Übergewicht besteht.

Um den BMI ausrechnen zu können, setzt man das Körpergewicht in Kilogramm ins Verhältnis zur Körpergröße in Metern zum Quadrat. Das hört sich kompliziert an?

Muss es aber nicht sein! Denn bei bereits programmierten Online-Tests, wie auch unserem BMI Rechner, kannst du einfach dein Körpergewicht, deine Größe sowie Alter und Geschlecht eintragen. Die letzten beiden Faktoren sind deshalb wichtig, weil sich beispielsweise der BMI einer Frau von dem BMI des Mannes aufgrund der körperlichen Zusammensetzung ändert.

So erhält man schnell einen individuellen Wert, der sich mithilfe der BMI Tabelle der WHO leicht einordnen lässt.

Generell gilt: Ab einem BMI von 25 gelten Menschen als übergewichtig und ab einem BMI-Wert von 30 spricht man von Adipositas.

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass der BMI nur eine ungefähre Einordnung in eine Gewichtskategorie geben kann. Da individuelle Faktoren sowie Vorerkrankungen eine Rolle spielen, sollte eventuell auch mit medizinischem Fachpersonal Rücksprache gehalten werden.

BMI Tabelle für Frauen

Was ist Adipositas einfach erklärt?

Die Deutsche Adipositas Gesellschaft definiert Adipositas als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts, weshalb man sie umgangssprachlich auch als Fettleibigkeit oder Fettsucht bezeichnet. In anderen Worten handelt es sich also um eine Erkrankung, die mit deutlichem starkem Übergewicht einhergeht.

Die Betroffenen leiden meist doppelt: Zum einen entspricht die Figur nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal im „Schlankheitswahn“. Zum anderen handelt es sich bei Adipositas um eine ernstzunehmende, chronische Krankheit, die mit zusätzlichen Risiken einhergeht und zu weiteren, gesundheitlichen Problemen führen kann.

Sie ist beispielsweise einer der häufigsten Risikofaktoren für die Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus und auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Formen von Krebs ist durch Adipositas deutlich erhöht.

Wie entsteht Adipositas?

Eine Adipositas entsteht in der Regel, wenn du mehr Energie über die Nahrung aufnimmst, als dein Körper verbrauchen kann.

Häufig kommt zudem noch ein Mangel an Bewegung hinzu, sodass die überschüssige Energie nicht verarbeitet, sondern in Form von Fettzellen gespeichert wird und ein erhöhtes Risiko für Adipositas entsteht. 

Die dadurch angelegten Fettdepots werden erst abgebaut, wenn der Körper über einen längeren Zeitpunkt mit zu wenig Energie, also Nahrung, versorgt wird.

Dieses Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch kann so auf Dauer zu Übergewicht bis hin zu Adipositas führen.

Trotzdem sollte beachtet werden, dass auch genetische und psychische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Adipositas spielen können.

Risikofaktoren für Adipositas

  • Genetische Faktoren
  • Ungesunder Lebensstil:
    • Bewegungsmangel
    • Große Menge an Nahrungsmitteln mit hoher Kaloriendichte
    • Ballaststoffarme oder fettreiche Ernährung
  • Stress, Depression und Schlafmangel
  • Essstörungen
  • Stoffwechsel-Krankheiten 
  • Bestimmte Medikamente

Adipositas bei Kindern

Laut den Studienergebnissen des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, stellen Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ein bedeutendes Gesundheitsproblem dar.​1​

Damit ist jedoch nicht der sogenannte Babyspeck bei Säuglingen gemeint. Dieser ist nicht nur niedlich, sondern auch völlig unbedenklich.

Allerdings bildet sich nicht bei jedem Kind im Laufe der Zeit der hohe Körperfettanteil zurück, was auf eine Adipositas hinweisen kann.

Das Problem dabei ist, dass übergewichtige Kinder meist auch als Erwachsene übergewichtig bleiben. Um eine konkrete Zahl zu nennen: Man schätzt, dass etwa 75% aller Kinder, die im Alter von 10-11 Jahren einen deutlich erhöhten BMI haben, im Erwachsenenalter adipös sind.

Auch wenn das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen langfristig gesehen die gleichen Folgen wie bei Erwachsenen hat, treten manche Schäden schon im Kindesalter auf.

Je früher Adipositas beginnt, desto schwerwiegender sind später die Folgekrankheiten.

Was ist Adipositas Grad 1?

Adipositas Grad 1 liegt bei Menschen grundsätzlich ab einem BMI von 30 vor. Je nach Alter und Geschlecht kann die Einstufung jedoch etwas anders ausfallen. 

BMI Tabelle für Männer

Hier warnt die Deutsche Adipositas Gesellschaft: Die Gefahr von Folgeerkrankungen ist bereits leicht erhöht.

Am wahrscheinlichsten sind neben Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 auch ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Adipositas Grad 2

Ermittelt der BMI Rechner Werte zwischen 35 und 39,9, liegt eine mittelschwere Adipositas des Grades 2 vor.

Bei dieser Form fallen den Betroffenen bereits einfache Bewegungen schwer. Ebenso nimmt das Herzinfarkts- und Schlaganfallsrisiko rasant zur.

Mit Diäten allein kann man gegen Adipositas Grad 2 oft nicht mehr ankämpfen.

Vor allem der Jojo-Effekt bei Radikal-Diäten erschwert den Abnahmeprozess ungemein. Genauso schnell wie die Kilos verschwinden, kehren sie auch wieder zurück. 

Was ist Adipositas Grad 3?

Ab einem BMI über 40 ist man von der schwersten Form der Erkrankung betroffen. In diesem Stadium sind schwere Folgeerkrankungen höchstwahrscheinlich.

Zum Übergewicht kommen zudem weitere Symptome wie Kurzatmigkeit, unkontrolliertes Schwitzen und starke Gelenkschmerzen

Auch die psychischen Beschwerden wie Selbstzweifel und Depressionen stellen eine zusätzliche Belastung dar. Betroffen gelangen sowohl körperlich als auch psychisch an ihre Grenzen.

Neben medizinischer Hilfe können psychologische Angebote wie zum Beispiel eine Verhaltenstherapie Unterstützung bieten. Mit Hilfe der Therapie können so Essgewohnheiten überdacht und verbessert werden.

Bei Adipositas kann Psychotherapie helfen

Gesunde Ernährung bei Adipositas

Bei der Vorbeugung und Behandlung von Adipositas spielt besonders der Lebensstil eine entscheidende Rolle:

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung, viel Bewegung und regelmäßige Gewichtskontrolle sind die wichtigsten Helfer, um dein Körpergewicht im Normalbereich zu halten oder dich beim Abnehmen zu unterstützen.

Wichtig ist, ausreichend Bewegung und vor allem genügend Ballaststoffe bereits in dein gesundes Frühstück zu integrieren. Kaloriendichte Lebensmittel mit vielen ungesunden Fetten und Zuckern sollten Wiederrum vermieden werden.

Besser ist es daher, wenn du viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu dir nimmst. Chia Samen beispielsweise sind nicht nur sehr ballaststoffreich, sondern versorgen dich auch mit genügend gesunden Fetten.

Wir von VERIVAL unterstützen dich mit unseren Produkten bei einer einfachen gesunden Ernährung nach deinem Geschmack.

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    Schienkiewitz A, Mensink GBM, Kuhnert R, Lange C. Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland. Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland. Published 2017. Accessed May 6, 2021. https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2017_02_Uebergewicht_Adipositas_Erwachsene.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Nach%20de